Podiumsdiskussion zur FU-Geschichte – erste Reaktionen

Auf dem Studentischen Blog „FU-Watch“ lässt sich mittlerweile ein ausführlicher Bericht auf die Podiumsdiskussion zur FU-Geschichte am letzten Donnerstag (20.11.08) nachlesen:

Zusammenfassend lässt sich bis hierhin festhalten: Baader betonte insbesondere die Notwendigkeit des Kampfs der von unten ausgeht. Markard hatte die Tatsache im Fokus, dass Kritik (und zwar eben nicht die “abgespeckte” Variante) zur Wissenschaft gehört und diese Kritik hoffentlich in naher Zukunft wieder verstärkt gefragt sei. Jenny mahnte schließlich an, dass bei zukünftigen Protesten stärker, also über reine Lippenbekenntnisse hinaus, der gesamtgesellschaftlichen Blick über den Tellerrand eingebracht werden müsse.

Alle drei Redner versuchten dabei ein optimistisches Bild zu zeichnen, was die Mehrheit des Auditoriums offensichtlich ähnlich sah. Es fielen zentrale Sätze wie “Wir sind hier heute zwar nur wenige, doch damals waren es am Anfang ja auch nicht mehr”.

Trotz des Optimismus der VeranstalterInnen gab es auch Kritik – die Masse der Studierenden zeige wenig Neigung, sich aktiv an Hochschulpolitik zu beteiligen. In der Kommentarspalte des Artikels finden sich auch hierzu überlegungen:

Vielleicht ist also weniger das Problem, dass Studierende und ihre AltersgenossInnen weniger politisch sind, sondern das Hochschulpolitik ein langweiliges Image hat.

Ich denke daher, dass ein Kommentar von Morus Markard wegweisend ist: er hat sich vor allem mit dem Verhältnis von Kritik und Wissenschaft auseinandergesetzt und gefordert, gerade über die kritische Beschäftigung mit den eigenen Fach-Inhalten und ihrem Verhältnis zur Gesellschaft wäre immer wieder politisierung erfolgt, und zwar nachhaltige, mehr als aktionistische.

Den ganzen Artikel könnt ihr hier nachlesen.